Finanzielle Machtelite

Synopsis: Weniger als 1% der gesamten Weltbevölkerung besitzt ca. 50% des Gesamtvermögens.

Translation:

Die Terminologie wird aus der Soziologie übernommen, in casu aus der Machtstrukturanalyse (Domhoff 1975), wo das Thema der Machtkonzentration gründlich untersucht wurde (z. B. Froud et al. 2017; Harvey 2007; Hill und Kumar 2009), beispielsweise im Hinblick auf das „fraktionierte Reservebanksystem“ (Foster und Holleman 2014), das als „wirtschaftlicher Parasitismus“ bezeichnet wurde. Gegenwärtig hat die finanzielle Ungleichheit einen extremen Höhepunkt erreicht, und Statistiken zeigen, dass ein extrem kleines Segment von Superreichen (> 1 % der Gesamtbevölkerung) ≈ 50 % des gesamten Vermögens der Welt besitzt (d. h. ≈ 140 Billionen Dollar sind im Besitz einer verschwindend kleinen Minderheit; siehe jedoch den „Global Wealth Report“ von 2018, der vom Credit Suisse Research Institute veröffentlicht wurde). Laut Forbes hat die Vermögenskonzentration in den USA in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen. So besitzen beispielsweise „drei Männer so viel wie die untere Hälfte der Amerikaner“ und der „reichste Amerikaner war 2018 31 Mal so viel wert wie 1982.“ Eine kürzlich an der ETH Zürich durchgeführte Big-Data-Studie lieferte aufschlussreiche Ergebnisse. Auf der Grundlage einer graphentheoretischen Netzwerktopologie-Analyse wurde eine „Super-Entität“ identifiziert, die aus einem Netzwerk globaler Unternehmenskontrolle besteht (Vitali et al. 2011). Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass „transnationale Unternehmen eine riesige Fliegenstruktur bilden und dass ein großer Teil der Kontrolle an einen kleinen, engmaschigen Kern von Finanzinstituten fließt“, ein empirisches Ergebnis, das auf einen „Reicher-reicher“-Mechanismus hindeutet.

Original:

The terminology is adopted from sociology, in casu, power structure analysis (Domhoff 1975), where the topic of power concentration has been thoroughly studied (e.g., Froud et al. 2017; Harvey 2007; Hill and Kumar 2009), for instance, with regard to the “fractional reserve banking system” (Foster and Holleman 2014) which has been described as “economic parasitism.” Currently, financial disparity has reached an extreme climax and statistics indicate that an extremely small ultra-rich segment (> 1% of the total population) owns ≈ 50% of the world’s entire wealth (i.e., ≈ $140 trillion are owned by an infinitesimal small minority; but see the “Global Wealth Report” from 2018 published by the Credit Suisse Research Institute). According to Forbes, wealth concentration in the USA has spiked in recent years. For example, “three men own as much as the bottom half of Americans” and the “richest American in 2018 was worth 31 Times as much as in 1982.” A recent big-data study conducted at the ETH Zürich provided insightful results. Based on graph-theoretical network topology analysis, a “super-entity” consisting of a network of global corporate control was identified (Vitali et al. 2011). The researchers concluded that “transnational corporations form a giant bow-tie structure and that a large portion of control flows to a small tightly-knit core of financial institutions,” an empirical finding which is indicative of a “richer-getricher” mechanism.

Source: Germann, C.B. 5-Methoxy-N,N-dimethyltryptamine: An Ego-Dissolving Endogenous Neurochemical Catalyst of Creativity. Act Nerv Super 61, 170–216 (2019). doi.org/10.1007/s41470-019-00063-y


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